Geschichte

 

UNSERE (UR)ALTE GESCHICHTE

In einer Zeit, in der es noch um vieles schwieriger war ein bekennender Narr zu sein, begann die Geschichte der Narren von Kirchdorf. In einer Zeit, als das „sich maskieren“ noch als verstecken vor der Obrigkeit gewertet wurde, und oftmals für den entdeckten Narren große Nachteile brachte.

 

Ab dem Jahr 1865 ist in den Archiven festgehalten, dass eine Gruppe die sich KIRCHDORFER JUXGESELLSCHAFT nannte, die Bevölkerung des Marktes und der Umgebung mit Akrobatik, Narreteien und Bällen unterhalten hat. Fast 100 Jahre hat diese Juxgesellschaft immer wieder Närrisches organisiert und veranstaltet – mal mehr, mal weniger – manchmal mehrere Veranstaltungen jährlich – dann wieder einige Jahre nichts – wie es halt so ging in der bewegten Zeit.                                        
In den späten 50er Jahren wurde es dann einigen Bürgern von Kirchdorf doch zu leise – denn um das närrische Treiben in der Kremstalmetropole war es ruhig geworden – sie stellten Überlegungen an, um dem Fasching neues Leben einzuhauchen. Eine Gruppe aus dem örtlichen Schützenverein gründete 1960, als Nachfolgeverein der Kirchdorfer Juxgesellschaft, die KIRIDORFER FASCHINGSGESELLSCHAFT.

 

Unter der Führung von Hans Resl sen. arbeiteten: Franz Riffely, Sepp Vierthaler, Johann Firlinger, Franz Sittauer, Karl Ettlinger, Franz Mühlbauer und Alois Platzer sehr erfolgreich am Gelingen dieses Projektes. Das „Ein- und Ausgabenbuch“ der Juxgesellschaft wurde in den neuen Verein übernommen. 1974 wurde die Gesellschaft dann mit genehmigten Statuten nach dem Vereinsgesetz angemeldet. Hans Resl war von 1960 bis 1972 Präsident, ihm folgte bis 1987 DI Erich Bergmann und dann Franz Höller bis 1995. Von hier an leitete Franz Poxleitner bis 2013 den vielgeachteten Verein.           
Ab 2013 führt nun Roman Mitterndorfer als Präsident die Geschicke des Vereins.

 

In den Jahrzehnten hat sich ein Rhythmus entwickelt, der sich den Gegebenheiten des Kirchdorfer Vereinsleben angepasst hat. Im Vierjahresabstand wiederholt sich der närrische Veranstaltungskalender: nach Faschingsumzug, Narrenparlament, Faschingsamstag
und wiederum Narrenparlament geht’s mit dem Umzug wieder von vorne los.
Der Kiri-Bote, der seit 1960 jährlich erschien, wurde 2010 auf digital umgestellt; nun sind die närrischen Geschichten auf der Homepage des Vereines zu lesen. Die vielen jährlichen Ausfahrten und div. Veranstaltungen schließen sich zu einem Kreis der vielseitigen Aktivitäten der närrischen Gesellschaft. Viele dieser Aktivitäten haben auch karitative und soziale Hintergründe, die vom Verein schon immer gefördert und unterstützt werden.

 

Die Vereinsführung gliedert sich in Präsident und Elferrat, deren Aufgaben sind in den Vereinsstatuten festgelegt.
Der Vereinsvorstand wird alle 4 Jahre neu gewählt. Etwa 210 Mitglieder scheinen 2017 in den Vereinsunterlagen auf.
Das Prinzenpaar wird alle 2 Jahre neu auserkoren und beim Prinzengschnas (traditionell immer am ersten Freitag nach den Hlg. drei Königen) gekrönt. Beim Prinzengschnas wird der Stadtschlüssel vom Prinzenpaar übernommen und somit liegt die Herrschaft über Kiridorf in der Hand der Kiridorfer Faschingsgesellschaft. Gekoppelt an die Regentzeit eines PP ist das vorgegebene Motto und der damit verbundene Jahresorden.

 

Die KIRIDORFER FASCHINGSGESELLSCHAFT ist Mitglied beim Bund Österreichische Faschingsgilden (BÖF) und der Närrischen Europäischen Gemeinschaft (NEG)

 

KIRI KIRI - HEI